2. Spieltag 2017/18: Siegburger TV – 1. FC Spich

Wenn die Generalprobe schief geht…

Das Spiel nach einem total verpatzten Training

20170930 114820 kleinSIEGBURG, 30. September 2017 - Spieltag Nummer zwei, Siegburger TV gegen den 1. FC Spich: Ein Tag an den im Vorfeld die unterschiedlichsten Erwartungen gerichtet wurden. „Einfach das Spiel gewinnen“, hieß es von Trainer Matthias, „Tabellenführer bleiben“, wünschten sich andere und der Samstags arbeitende und später eintreffende Teil des Teams forderte, einfach den Spielbeginn bis zu ihrem Eintreffen hinauszuzögern. Den ersten zwei Zielen sah man mit geteilten Ansichten entgegen. Zwar hatte das Team beim Spieltag zuvor einen starken Auftritt gezeigt, jedoch war man sich gleichzeitig sicher, dass der Gegner dieses Mal ein anspruchsvollerer sein würde.

20170930 131420 kleinDen Spielbeginn so lange hinauszuzögern bis alle Spielerinnen anwesend waren, schien hingegen bei einem glatten Spielverlauf nahezu unmöglich. Allerdings ließ sich in den vergangenen Saisons die Anzahl der Spieltage, an denen alles nach Plan verlief, vermutlich an einer Hand abzählen. So wunderte es niemanden so richtig, dass sich diese Serie auch dieses Mal fortsetzte. Aufgrund des fehlenden Schiedsgerichts von TV Menden konnte das Spiel so lange nicht angepfiffen werden, bis sich schließlich ein spontanes Schiedsgericht von Leuscheid aus drei Personen (einschließlich der Trainer beider Mannschaften) gefunden hatte. Manch einer mochte diese Verzögerung vielleicht nervig finden, die Spicher Damen waren immerhin zu Spielbeginn vollzählig. Ziel eins von drei: Check

Im ersten Satz schien es zunächst, als könnten die Spicher einfach keine Fehler machen. Die Konzentration war fast greifbar. Von verschlagenen Angaben keine Spur. Nach zehn Aufschlägen von Franka B. stand es innerhalb weniger Minuten 10:0! Die Gegner machten ratlose Gesichter, während das Team in schwarz-gelb strahlte und bis auf wenige Eigenfehler nahezu perfekt spielte, ganz nach dem neuen Motto: „Wer ist geil? Wir sind geil!“ So ging der erste Satz mit einem deutlichen 25:5 an den 1. FC Spich.

Voller Zuversicht startete das Team in den nächsten Satz. Doch wie man bereits vor Spielbeginn gesehen hatte, wollte man heute nicht mit alten Traditionen brechen und so tat sich zu Beginn des zweiten Satzes das berühmte Spicher Loch auf. Die deutliche Dominanz schien mit einem Schlag verschwunden, fast jeder zweite Punkt ging verloren und auch die Worte des Trainers in der genommenen Auszeit beim Spielstand von 8:6 brachten zunächst nur kleine Veränderungen ein. Erst nach einem Zwischenstand von 12:11 gelang es den Spichern sich deutlich abzusetzen und den Satz letztendlich mit 25:14 zu gewinnen.

20170930 131441 kleinZu Beginn des dritten Satzes traf zunächst einmal ein außenstehendes Schiedsgericht ein, sodass sich beide Trainer wieder auf ihre Tätigkeiten an der Seitenlinie konzentrieren konnten. Die Spicher Damen, enttäuscht vom letzten Satz, setzten sich das Ziel, in diesem Satz auf jeden Fall weniger als zehn Gegenpunkte zu kassieren. Erneut erwies sich der Start jedoch als sehr holprig, vielleicht weil sich das Team tatsächlich vom eher schwachen Gegner einlullen ließ, vielleicht weil sie mit den Gedanken schon beim Mittagessen waren oder vielleicht auch wegen der berühmt berüchtigten Legende, dass ein Trainer an der Seitenlinie nur Unglück bringe. Auch wenn das Spiel im Laufe des Satzes besser wurde, das Vorhaben den Gegner mit weniger als 10 Punkten zu bezwingen, schien beim Spielstand von 14:8 äußerst unrealistisch. Letztendlich konnte das Ziel durch zwei kleine Aufschlagserien von Carla H. und Silvia R. glücklicherweise doch noch gerettet werden, sodass am Ende alle, sogar der Trainer, ein glückliches Gesicht zeigten.

Nach diesem zweiten erfolgreichen Spieltag blieb der Großteil des Teams noch ein wenig in der Halle, um das Spiel zukünftiger Gegner zu analysieren. Denn fest steht: Der 1. FC Spich möchte unbedingt Tabellenführer bleiben!

Für Spich gewannen: Carina P., Carla H., Caro H., Franka B., Jessi S., Jessy W., Lena J., Ramona F., Silvia R., Vivian S.

Autor: Caro H.

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