10. Spieltag 2018/19: 1. FC Spich – Brühler TV

Fehlstart in die Rückrunde

KÖLN, 26. Januar 2019 - Nach einer erfolgreichen Hinrunde ohne Niederlage für die Herren des 1. FC Spich ging es zum Rückrundenauftakt gegen die Zweitvertretung des Brühler TV. Im Hinspiel konnten die Spicher einen souveränen 3:1-Sieg einfahren und so waren die Jungs zuversichtlich, auch diesmal wieder Punkte mit nach Hause nehmen zu können. Verzichten musste Trainer Tobi Szemkus jedoch auf Libero Volker Neumann, Außenangreifer Matthias Wiegand und Mittelblocker Sebastian Schaumann, die ihre Hallenschuhe gegen Skistiefel getauscht hatten. Ebenso nicht dabei waren die beiden langzeitverletzten Diagonalangreifer Timo Scheel und Mario Lange. Die personellen Voraussetzungen waren also denkbar ungünstig, weshalb Szemkus neben seiner Trainerfunktion auch als Libero Verantwortung übernahm.

Vielleicht hatten einige Spieler noch das furiose Pokalwochenende im Kopf, bei dem sich die Spicher für die erste Runde des Bezirkspokals qualifizieren konnten oder waren in Gedanken schon beim nächsten Pokalgegner (TV Hürth - Dritte Liga!), zumindest begann der erste Satz aus Spicher Sicht holprig und wenig konzentriert. Leichte Fehler auf allen Positionen sorgten früh im Satz für einen deutlichen Rückstand gegen eine hochmotovierte und bestens aufgelegte Brühler Mannschaft. Doch dass die Spicher kämpfen und mit solch schwierigen Situationen umgehen können, hatten sie in der laufenden Saison oft genug bewiesen. So kamen sie nach einer Auszeit immer besser ins Spiel und konnten den ersten Satz mit 25:22 Punkten für sich entscheiden.

Im Gegensatz zum ersten Satz startete Spich im Zweiten konzentrierter und schnell konnte man sich ein kleines Punktepolster aufbauen, welches bis zum Stand von 23:21 hielt. Doch plötzlich lief nichts mehr zusammen - fehlende Abgezocktheit im Angriff und eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung sorgten schlussendlich dafür, dass sich die Spicher nicht für ihre Arbeit belohnen konnten und der Satz mit 23:25 an die Brühler Truppe ging.

Der dritte Satz begann, wie der Zweite aufgehört hatte. Leichte und schnelle Fehler machten es den Brühlern leicht, die sich früh im Satz absetzen konnten. Zudem hatten die Spicher kaum Zugriff auf starke Angreifer, die immer wieder am Block vorbei kamen und ihre Angriffe druckvoll auf Spicher Seite versenken konnten. Zudem machten sie sich die zu wenig präsente Spicher Abwehr zu Nutze und bewiesen immer wieder Übersicht mit intelligent platzierten Bällen. Völlig verdient erreichten die Brühler mit deutlichem Vorsprung die 25-Punkte-Marke (20:25).

Dass Spich zwei Sätze in einem Ligaspiel abgeben musste, war bis dato nur einmal passiert. Gegen den Tabellenzweiten und engen Verfolger aus Meckenheim. Entsprechend verunsichert wirkte der dezimierte Kader aus Spich und startete nervös in den Satz. Zwar konnten die Spicher noch bis zum Punktestand von 13:13 mithalten, doch dann drehten die Brühler immer weiter auf und feierten lautstark jeden Punkt. Viele lange und hart umkämpfte Ballwechsel mit zumeist dem besseren Ende für die Brühler ließen die Spicher Spieler zunehmend verzweifeln. Vor allem die gute Abwehrleistung der Brühler gepaart mit dem fehlenden Punch der Spicher im Angriff sorgten dafür, dass Brühl eine immer höhere Führung aufbauen konnte. Beim Stand von 14:18 knickten die Spieler dann völlig ein und nichts lief mehr zusammen, sodass Satz und Match völlig verdient an die junge Brühler Truppe gingen (16:25).

Die Niederlage der Spicher zum Auftakt der Rückrunde und der gleichzeitige Erfolg des Verfolgers aus Meckenheim (3:1 gegen die RWR Volleys Bonn) sorgen dafür, dass beide Mannschaften nun mit jeweils 20 Punkten tabellarisch gleichauf sind und Spich nur durch das minimal bessere Satzverhältnis hauchdünn auf Platz 1 der Landesligatabelle zu finden ist. Spannung ist für die nächsten Wochen also garantiert!

Für Spich waren sieglos: Holger Alsmann, Lukas Arndt, Jan Mayer, Lukas Preis, Max Schaper, Sebastian Schaumann, Kay Stoebke, Tobias Szemkus, Simon Tebbe und Christoph Türk

Autor: Christoph Türk

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